Der Vielseitige

Der zypriotische Nationalkäse Halloumi ist auch in unseren Breiten längst kein Unbekannter mehr und erfreut sich – besonders am Rost – immer größerer Beliebtheit.

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Seit über 2.000 Jahren wird Halloumi nach überlieferter Rezeptur hergestellt und zählt somit nicht nur zum kulturellen Erbe der mediterranen Insel, sondern ist nach wie vor fixer Bestandteil der zypriotischen Küche. Einst erzeugte fast jede Familie ihren eigenen Käse. In den letzten Jahren haben sehr viele Familienunternehmen ihre Produktionsstätten weiterentwickelt und so modernisiert, dass diese Molkereien die internationalen und europäischen Produktions- und Qualitätsstandards erfüllen.

Handwerkskunst. Die Käse-Spezialität mit dem unverkennbaren Geschmack und der typischen, halbfesten Konsistenz wird aus heimischer Schaf und Ziegenmilch, manchmal auch Kuhmilch sowie Lab, Salz und Wasser hergestellt und auf hohe Temperatur erhitzt. Dem fertiggestellten Käse werden oftmals noch getrocknete Minze- Blätter beigefügt, die nicht nur für den frischen Geschmack des Halloumi sorgen, sondern aufgrund ihrer antibakteriellen ätherischen Öle eine wichtige Rolle bei der Konservierung spielen. Der hohe Erhitzungsgrad während der Erzeugung verleiht dem Halloumi eine besondere Eigenschaft: Er kann gegrillt werden ohne zu schmelzen. Eine weitere Besonderheit, die diese Spezialität so einmalig macht, ist ihre gefaltete Form mit dem halbkreisförmigen Umriss und die lange Haltbarkeit über mehrere Monate. Diese Eigenschaft macht Halloumi zu einem der beliebtesten frischen Lebensmittel aus Zypern.

Universal einsetzbar. Während Halloumi hierzulande hauptsächlich auf dem Rost oder in der Pfanne landet, schätzt man ihn in anderen Ländern aufgrund seiner zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten sowohl in der warmen als auch kalten Küche. Man kann Halloumi als Zutat für verschiedenste Backwaren verwenden, wie z.B. für das geschmackvolle traditionelle Ostergebäck „Flaounes“ (Blätterteigtaschen gefüllt mit Halloumi), die sogenannten „Halloumotes“ (Halloumi-Weckerl), den Käsestrudel aus Halloumi, oder als Füllung von Ravioli, Huhn sowie Gemüse. Auch eine lange Reifezeit bekommt dem Käse sehr gut, denn dadurch erhält er noch mehr Würze. Über Spaghetti gerieben, verleiht er dem Gericht einen besonderen Geschmack – Halloumi ist für die Zyprioten wie der Parmesan für die Italiener.

Gerade im Sommer wird die Käsespezialität gerne roh konsumiert, beispielsweise in Salaten, in Sandwiches oder ganz klassisch mit Melonen und Feigen – eine erfrischende Komposition, der niemand widerstehen kann. Letztere Kombination ist übrigens eine wunderbar leichte Vorspeise für Grillpartys, macht sich jedoch auch sehr gut zu einem kühlen Glas Weißwein.
Darüber hinaus möchten wir Ihnen aber auch Honig als kongenialen Partner des würzigen Käses ans Herz legen. Vorzugsweise kombiniert mit einer Prise Thymian und frischem Obst als Begleitung, verleiht dieser dem Halloumi einen besonderen süßlichen Touch.

Halloumi mit Wassermelone

Zutaten

Anleitungen

  1. Vierteln Sie die Wassermelone und teilen Sie jedes Viertel in zwei bis drei Spalten. Schneiden Sie jetzt den Halloumi in etwa 2 cm dicke Scheiben.
  2. Rösten Sie die Pinienkerne ohne Öl in einer Pfanne ein bis zwei Minuten auf mittlerer Hitze.
  3. Richten Sie auf einem Teller jeweils einige Stück Wassermelone zusammen mit den Halloumi-Scheiben an und streuen Sie nach Belieben geröstete Pinienkerne darüber.
Halloumi Spieße mit Kräutern
Portionen 4
Vorbereitung 30 Minuten

Anleitungen

  1. Schneiden Sie zuerst den Halloumi, die roten Zwiebel und die Zucchini jeweils in 2,5 cm große Würfel.
  2. Dann für die Marinade die frischen Kräuter und den Knoblauch fein hacken und mit Öl, Zitronensaft und etwas Pfeffer verrühren.
  3. Vermengen Sie die Käse- und Gemüsestücke dann gut mit der Marinade.
  4. Danach stecken Sie die Stücke abwechselnd auf die Metallspieße.
  5. Anschließend werden die Spieße auf dem Grill unter häufigem Wenden 10 Minuten gegrillt.
  6. Vor dem Servieren gleichmäßig mit der restlichen Marinade bestreichen.