Grilldessert auf dänisch

Auch wenn es weder dem Wort noch der Speise anzumerken ist: Im „Ebelskiver“ steckt ursprünglich der Apfel! Das dänische Weihnachtsdessert hat mittlerweile über Norddeutschland fast ganz Europa erobert. Und mittels Grill auch längst die Sommersaison. Denn Weber stellt mit einem speziellen Einsatz im Rahmen des GBS-Systems den Erfolg für Ebelskiver-Quereinsteiger sicher.

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Apfelscheibe. So lautet schlicht die ursprüngliche Bedeutung von „Æbleskiver“. Inzwischen verzichten sogar die Dänen, welchen wir die rundliche Pfannkuchenvariante verdanken, meist auf die Beigabe von Äpfeln. Dafür machen salzig-pikante Varianten –von Faschiertem bis zu Gruyére im Herzen der Grillkrapfen – unter Kennern bereits die Runde. Wir halten uns jedoch an das Grundrezept. Und das weist eindeutig in die süße Richtung; ein ideales Überraschungs-Dessert, wenn alle Gäste wähnen, dass der Grillabend bereits beendet sei…

ZUTATEN
FÜR 50 EBELSKIVER:
540 g Mehl (glatt)
1½ TL Backpulver
4 EL Zucker
¾ Liter Milch
6 Eier (Eigelb vom Eiklar sorgfältig trennen!)
10 dag Pflanzenöl (z.B. Rapsöl),
alternativ geschmolzene Butter

Die Mengenangaben sind für rund 50 Ebelskiver bemessen. Für sieben Stück bietet der GBS-Einsatz von Weber Platz. Macht sieben Teller appetitlich goldbraune Ebelskiver…
hintereinander. Die Zubereitung: denkbar einfach. Wer ein bisschen Gefühl für Palatschinkenteig im Handgelenk hat, schafft es auf Anhieb. Ansonsten: eine Generalprobe für den Hausgebrauch, bevor man Freunde überrascht.
Für die Zubereitung sind zwei Schüsseln vonnöten (Quantitäten s. Kasten). In der einen werden Mehl, Zucker und Backpulver vermischt. Danach Milch, die sechs Eigelb sowie 10 dag Pflanzenöl (oder 100 g geschmolzene Butter) im anderen Behältnis verquirlen und das Mehlgemisch zugeben. Das reservierte Eiweiß steif schlagen – macht gerade im Freien mit dem Schneebesen mehr Spaß als mit dem Elektromixer – und vorsichtig unter die visköse Masse heben.
Zur Not könnte man aus dem Teig noch einen Kaiserschmarrn fabrizieren, aber wir wollen ja höher hinaus. Um die Gäste mit authentischen Ebelskivern zu überraschen, bedarf es jetzt einiger Sorgfalt:

1. Den Einsatz bei mittlerer und direkter Hitze auf den Systemrost stellen und zehn Minuten vorheizen. In alle Mulden Öl träufeln – nicht gar zu sparsam! – erhitzen und danach mit Gefühl den Teig hineinfüllen. Vor dem Umdrehen sollten die Ebelskiver an der Unterseite eine leichte, gebräunte Kruste aufweisen. Dann werden sie mittels Doppelspieß umgedreht, bis die bis dahin noch flüssige Oberseite ebenfalls durchgebacken ist.

2. Ebelskiver werden zwar gegrillt, aber keineswegs in der Variante „Black&Blue“! Deshalb muss der Deckel des Grills während der gesamten Zubereitung geöffnet bleiben. Ansonsten wird die skandinavische Mehlspeise außen dunkel, bleibt aber im Kern unfertig.
Nach jeder „Charge“ frischgebackener Ebelskiver lassen sich die Nordkrapfen
nach Belieben g‘schmackig offerieren: mit Staubzucker bestreut, in Vanillesauce,
mit Ahornsirup oder wie bei uns mit frischen Erdbeeren und einer Rahmsauce als Dip. Wer die Mühe nicht scheut, kann bei der letzten Platte noch Marillenmarmelade „injizieren“.