Grillen mit dem Handy

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Seit Weber „iGrill“ unter den Fittichen hat, wurden die innovativen Bluetooth-Funkthermometer dieser Marke noch weiter entwickelt, zwei Geräte der neuesten Generation hatten wir im Test. Basis der Kommunikation zwischen Grill und Griller ist immer der Download der kostenfreien Weber App, die sowohl für iPhones als auch Android-Handys verfügbar ist. Die stylish gestalteten Sendeeinheiten haften per Magnet an allen Stahlflächen, die Reichweite des Blauzahn-Funks ist bis zu 45 Meter angelegt – aber nur in Sichtweite.

iGrill mini. Schon der Kleinste in der Range bietet um ca. € 70,- Features wie Temperaturbenachrichtigungen und Garzeit-Tracking, die Temperatur wird also permanent am Handy-Display angezeigt. Nicht aber am iGrill mini selbst, wo dafür ein 4-Farben- Spektrum über den Fortschritt des Grillvorgangs informiert. Und zwar bis zu 150 Stunden lang, dann will die Batterie gewechselt werden. Einschränkung: es ist lediglich ein einziger Temperaturfühler anschließbar.

iGrill 2
Der große Bruder des Mini bietet (um ca. € 130,-) bereits Anschlussmöglichkeiten für 4 Temperaturfühler (Lieferumfang 2 Stück), Temperaturbenachrichtigungen, Temperaturnäherungswecker, Diagramme und vieles mehr. Auch der iGrill 2 Thermometer zeigt mittels eines 4-Farben-Spektrums den Fortschritt des Grillvorganges an, hat dazu aber auch noch eine eigene beleuchtete LED-Temperaturanzeige. Für die Programmierung kann man entweder voreingestellte Werte nutzen oder eigene festlegen. Die Batterielaufzeit beträgt bis zu 200 Stunden.

Testnotizen: Erwähnenswert ist der als Flyer beigelegte, leicht verständliche Quick Start Guide, der in Bildern den Download der App, die Verbindung mit dem Fühler und die möglichen iGrill Grillen mit dem Handy Funktionen ausführlich erklärt. Auch in der App selbst erwartet uns eine Bildergalerie, die uns näherbringt, wie man das Beste aus seinem Grillerlebnis herausholt. Sogar das Teilen mit Facebook und Twitter ist mit dem iGrill möglich. Sehr positiv ist, dass man durch die App mit Hinweisen und Erklärungen geführt wird. So suchten wir vorerst in den Einstellungen des iPhone 6s nach der Verbindung mit dem iGrill 2, leichter zu finden war dies jedoch in der App selbst, die Schritt für Schritt erklärt, wie man das Gerät innerhalb der App mit dem Geräte Manager per Bluetooth mit dem Fühler verbindet.
Nachdem die Verbindung innerhalb von Sekunden hergestellt war, erwartete uns sofort die Temperaturanzeige unserer drei angeschlossenen Fühler. Verglichen mit unserem Referenz- Stichthermometer von „testo“ ist die Genauigkeit der Temperaturanzeige auf einem sehr guten Level. Zwar werden keine Kommastellen angezeigt wie bei unserem Vergleichsfühler, aber die Messung des Temperaturbereichs ist exakt. Klickt man eine Temperatur in der App an, wird umgehend die Möglichkeit von Alarmsetzungen angezeigt. So können wir uns etwa benachrichtigen lassen, zu welchem Zeitpunkt unser Steak die Garstufe „Medium rare“ erreicht hat. Das funktioniert in der Praxis echt gut und beeindruckt auch mit der Fülle an Alarmen für verschiedene Fleischsorten von Rindfleisch, Geflügel, Schweinefleisch, Fisch und Lamm. Auch für das Räuchern bietet die App mit den Stufen „Rauch/BBQ“, „Heißräuchern“ und „Kalträuchern“ sinnvolle Varianten.
In einem Verlaufsprotokoll werden bisherige Messungen gespeichert und die Erlebnisse mit iGrill können sogar auf einer Weltkarte mit anderen geteilt werden. Auch ein Timer lässt sich schnell und einfach einrichten, was das Wechseln in die iPhone Stoppuhr überflüssig macht. Noch nicht im Test hatten wir den exklusiv für die neue Genesis-Generation entworfenen iGrill 3 (ca. € 120,-), der für die dauerhafte Montage auf dem Seitentisch gedacht ist. Technisch ist er eng verwandt mit dem iGrill 2, bietet jedoch zusätzlich noch bis zu 250 Stunden Batterielaufzeit und einige spezielle Features, wie die grafische Darstellung der Temperatur, Teilen über Social Media, Steuerung der Beleuchtung der Bedienknöpfe (bei Genesis II LX) etc.