Ananas – Sauce von den Antillen

    0
    1446

    Eigentlich ist ein guter Schnaps ja viel zu schade zum Kochen. Beim Grillen aber machen wir allemal eine Ausnahme – da ist uns nämlich das Beste gerade gut genug. Wirklich gute Destillate sind nichts anderes als die geschmackliche Essenz ihres Ausgangsmateriales. Nie werden eine frische Marille oder Williamsbirne so intensiv duften wie im Edelbrand, wo die natürlichen Fruchtaromen hochkonzentriert im fl üchtigen Alkohol gebunden sind – der sich beim Erhitzen dann verabschiedet und seine delikate Fracht zurücklässt. Deswegen ist ein Single Malt im Essen keine gute Idee, wenn man auf einen Schwips aus ist. Aber eine sehr gute, wenn es um die Würze des schottischen Hochlandes geht, die man sich damit auf sein Steak holen kann.

    Diese fruchtige, kreolisch beeinflusste BBQ-Sauce passt wunderbar zu Geflügel, Meeresfrüchten und Schweinefleisch. Statt der frischen Ananas kann man auch Dosenfrüchte nehmen.

    Anleitungen

    1. Die Ananas schälen, in Spalten schneiden, dann den Kernsplint entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden.
    2. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken, den Ingwer auch schälen und dann reiben, die Chilischote entkernen und ebenfalls fein hacken.
    3. Wer´s besonders scharf haben möchte, kann auch die Kerne dabei lassen. Und wer´s noch schärfer mag, nimmt eben mehr.
    4. Das Öl in einem Topf auf kleiner Flamme erhitzen und den Knoblauch sowie die Chili darin anschwitzen, bis sie weich werden. Dann erst den Ingwer dazu geben und mit dem Ananassaft aufgießen.
    5. Jetzt kommen das Fruchtfleisch, der Rum, der Rohrzucker, der Essig, die Worcestershiresauce und die Gewürze dazu.
    6. Miteinander mindestens eine Viertelstunde köcheln lassen, bis die Sauce durch die Reduktion dickflüssiger wird.
    7. Den Koriander sehr fein hacken (oder auch pürieren), zur Sauce geben und noch ein paar Minuten mitkochen lassen. Abschmecken und abkühlen lassen.
    8. Diese Sauce schmeckt kalt am besten und hält im Kühlschrank auch einige Tage.

    Rezept Hinweise

    Nehmen Sie für diese Sauce keinen Inländer-Rum, denn der hat eine völlig andere Geschmackscharakteristik als der karibische Typus aus Zuckerrohr.