Entenfilets à l‘Orange

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    Mitten auf dem Esstisch sorgt eine Grillplatte gemeinsam mit den rundum platzierten Lebensmitteln für die Beschäftigung der Gäste und die Entlastung der Gastgeber. Dabei ist es sekundär, ob das Gerät sich nun Teppan, Plattengrill, Plancha oder Heißer Stein nennt. Hauptsache, es ist wirklich richtig heiß. Dafür kann ein Propangasbrenner sorgen, oder auch Kokosbriketts in einem Tischgrill (denn diese rauchen nicht).
    In der Regel wird das Teil aber elektrisch befeuert sein – und das mit möglichst viel Power. Denn unter 2.000 Watt ist meist nicht viel los, wobei natürlich auch die Effizienz der jeweiligen Heizsysteme eine große Rolle spielt. Nicht umsonst reicht das Preisspektrum der Grillplatten von 30 bis 3.000 Euro. Und dass hier von den zweistellig bepreisten Geräten keine Wunder zu erwarten sind, wird jedem einleuchten.
    Eine Grillplatte mit wenig Leistung wird jedenfalls von den kalten Fleischstücken, die darauf gelegt werden, so stark abgekühlt, dass die Steaks anschließend darauf dünsten, statt zu grillen. Und je mehr auf die Platte gelegt wird, desto stärker macht sich dieser negative Effekt bemerkbar. Also sind schwachbrüstige Geräte eher etwas für den situativen Einzelesser als für größere Gesellschaften. Und im Idealfall kann die Platte gut abgestuft geregelt werden, womit sie für unterschiedliche Gerichte geeignet ist.

    Das Entenfilet ist eine feine Sache. Das Enteninnenfilet eine noch feinere. Denn auch die Brust der Barbarie-Ente hat wie nahezu jedes Geflügel einen besonders zarten Teil, der auch in der Faserrichtung anders verläuft als der eigentliche Brustmuskel und deswegen oft weggeschnitten wird. Ewig schade. Aber während das Innenfilet alias „Prinzessfilet“ bei der Putenbrust ein recht ansehnliches Stück Fleisch ergibt, ist jenes der Ente nicht viel mehr als fingerdick. Damit allerdings wie geschaffen dafür, auf einen Holzspieß gefädelt zu werden und kurz über heißer Kohle oder auf einer Grillplatte geröstet zu werden. Und jetzt zur Saison haben wir solche Spieße auch erstmals im Handel gesichtet – und natürlich gleich getestet.
    Menüart Hauptgang

    Zutaten

    Anleitungen

    1. Zubereitung: Mit einem Zestenreißer feine Fäden von der Orangenschale ziehen und beiseitestellen.
    2. Die Orange mit einem scharfen Messer bis aufs Fruchtfleisch schälen und Filets daraus schneiden.
    3. Den Rest der Orange ausdrücken, den Saft aufheben. Die Koriandersamen im Mörser zerstoßen.
    4. Das Öl auf der Platte heiß werden lassen und die Spieße sowie die Orangenfilets rasch braun anbraten.
    5. Mit dem Orangensaft ablöschen und mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und dem zerstoßenen Koriander würzen.
    6. Die Zesten darüberstreuen und sofort servieren.