Gegrillte Rinderrippen auf Gaucho-Art

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    Im Gegensatz zu den landläufigen Vorstellungen ist die brasilianisch Küche bei weitem nicht so würzig und scharf, wie man annehmen möchte. Mehr Käse als Chili sozusagen. Sie hat einen gewissen Hang zur Üppigkeit, aber unverkennbar auch europäische Wurzeln, was unsereiner geschmacklich durchaus entgegenkommt.
    Die brasilianische Grillküche wird natürlich vom „Churrasco“ beherrscht. Aus Gründen seiner Dimensionen und Grilltechniken haben wir uns aber diesmal hier auf eher kleinformatige Spezialitiäten beschränkt.

    Das ist nun wirklich kein Fingerfood, sondern eine sehr handfeste Sache. Denn so eine Rinderrippe hat im Vergleich mit Schweinerippchen eine sehr beachtliche Größe und braucht daher auch Geduld bei der Zubereitung, die „low and slow“ erfolgen sollte. Also bei relativ niedrigen Temperaturen, damit das Fleisch durch den Kollagenabbau wirklich weich wird. Dieses sehr einfache, aber auch einfach großartige Gericht braucht nicht mehr als Salz zur Würze, der Rest der Aromen entsteht am Grill mit den Röststoffen.
    Menüart Hauptgang

    Anleitungen

    1. Zubereitung: Das Fleisch wird lediglich mit grobem Salz eingerieben, wenn man will, kann man die Haut an der Rippenseite vorher abziehen, damit das Salz besser einziehen kann.
    2. Der Grill wird für indirektes Grillen vorbereitet und die Rippen auf einem Bratenkorb oder direkt auf dem Rost platziert. Die Temperatur auf dem Deckelthermometer sollte 150°C keinesfalls überschreiten, noch besser sind etwa 120°C.
    3. Dann muss man – je nach Größe des Rippenstücks – allerdings schon gut zwei bis drei Stunden rechnen, bis das Fleisch weich gegart ist.
    4. Fängt man das abtropfende Fett in einer Aluschale auf, kann man das Fleisch dann und wann damit bestreichen, damit die Oberfläche eine schöne Kruste bekommt.
    5. Die fertigen Rippen werden einfach auseinander geschnitten, dazu serviert man am besten Ofenkartoffel und ein kräftige BBQ-Sauce, oder einfach geriebenen Kren und Senf.