Lucanicae- Lucanische Würste

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    Als mit Abstand älteste Garmethode der Welt war die Zubereitung von Speisen am offenen Feuer natürlich auch im alten Rom sehr geläufig. Und am häufigsten auf dem Rost landete – damals wie heute – die Wurst.

    Altrömische Würste. Der allgemeine Ausdruck für Würste lautete im alten Rom „farcimen“. Aus Lucanien (der heutigen Basilikata) stammen die populärsten Würste des alten Rom. Diese „lucanicae“, die schon der Koch und Historiker Apicius beschrieb, waren dicke Schweinswürste, die gern zum „puls“ (Getreidebrei) gegessen wurden, welcher ein Urahn der heutigen „Polenta“ sein dürfte. Das Rezept zu ihrer Zubereitung wurde von den Soldaten zur Zeit Catos nach Rom gebracht, sie werden ähnlich der römischen Herstellungsweise noch heute in Palästina, Portugal und in Brasilien zubereitet, wo sie „linguica“ heißen. Hier das Rezept für diese „Lucanischen Würste“.

    Anleitungen

    1. Das Fleisch wird zweimal faschiert, die Gewürze und Kräuter werden im Mörser zerstoßen.
    2. Die Pinienkerne sowie die Anchovisfilets fein hacken, mit der Fischsauce, den Gewürzen und dem Faschierten mischen und abschmecken.
    3. Nun in den Darm bzw. das Schweinsnetz füllen und kurz in siedendem Wasser vorgaren, bis sie fest werden.
    4. Auf dem Rost oder der Gussplatte rundum knusprig grillen.