Rindfleisch-Bratwürste mit Kirschen-Chilisauce

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    Fruchtfleisch im Doppelsinn macht doppelt Sinn. Denn die Säuren und Aromen vieler Früchte passen so genial zu manchen Fleischsorten, als wären sie füreinander geschaffen worden. Und das nicht nur kulinarisch.
    Auch ernährungsphysiologisch spricht einiges für die Kombination von Früchten mit Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten. Denn Obst ist nicht nur selbst leicht verdaulich, sondern unterstützt mit seinen Ballaststoffen, Säuren und seinen Enzymen die Verdauung von Fett und Proteinen. Besonders manche Südfrüchte haben es diesbezüglich so sehr in sich, dass sie sogar komplexe Eiweiße zersetzen können und daher konzentriert als Fleisch-Zartmacher eingesetzt werden. Wir aber wollen derlei nur in natürlichen Dosierungen und halten uns deswegen an die frischen Früchte vom Markt. Und zwar an die festen, aber reifen, denn diese halten einerseits der Hitze des Grills stand und bringen andererseits jene Aromen und Säuren mit, die so kongenial mit dem Fleisch harmonieren. Denn „gesund sein darf es auch“, wie Otto Schenk das treffend formulierte, aber in erster Linie entscheidet der Gaumen.

    Menüart Hauptgang
    Portionen 2

    Anleitungen

    1. Die Kirschen halbieren, die Chili in feine Ringe schneiden. Wers nicht ganz so scharf mag, entfernt die Kerne.
    2. Dann die Kirschen und die Chiliringe in der Butter mit dem Zucker und einer Prise Salz so lange anschwitzen, bis sie Flüssigkeit verlieren.
    3. Dann die Chilisauce dazugeben und mit Pfeffer sowie der Worcestershiresauce und der Sojasauce abschmecken. Erkalten lassen und in den Kühlschrank stellen.
    4. Die frischen Rindsbratwürste langsam auf der Platte oder dem Rost grillen, bis sie knusprig und auch innen gar sind.
    5. Im Gegensatz zu Normalo-Bratwürsten, die in der Regel vollständig pasteurisiert (also gar) sind, dauert dies länger, belohnt uns aber mit einem besonders fleischigen Geschmack.
    6. Die heißen Würste werden auf den kalten Kirschen serviert, dazu gibt es frisches Roggenbrot.