Sepie mit Blutwurstfülle

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    Die Blutwurst polarisiert. Entweder man liebt sie oder man lehnt sie ab. Dazwischen bleibt kaum Platz für jene Gleichgültigkeit, mit der viele andere Lebensmittel heute verzehrt werden. Dabei ist Blutwurst die älteste bekannte Wurstsorte überhaupt. In ihrer langen und wechselvollen Geschichte war sie einmal Ritual, dann wieder verpönt. Einmal Arme-Leute-Essen, dann wieder höchster lukullischer Genuss mit Zutaten wie Trüffeln oder Hummer.

    Blunzenpraxis. Am Grill ist die Blutwurst beileibe nicht so unkompliziert wie eine Bratwurst. Denn unter Hitzeeinwirkung wird die durch Gelatine gebundene Wurstmasse wieder weich und tendiert zur Expansion. Und während es in der Pfanne keine allzu große Rolle spielt, wenn die Haut der Blutwurst platzt, führt das am Rost unweigerlich zu Problemen.

    Umgekehrt aber ermöglicht diese Eigenschaft, aus einer ganz normalen „Blunzen“ mit Hilfe einiger weniger Zutaten verblüffende Spezialitäten zu kreieren, hier finden Sie ein Rezept mit Shrimps und Sepien.

    Zutaten

    Anleitungen

    1. Den Lardo in einer Pfanne bei verhaltener Hitze glasig anlaufen lassen, dann die gehackten Knoblauchzehen hinzufügen und kurz mitrösten.
    2. Jetzt die enthäutete und kleinwürfelig geschnittene Blutwurst hinzufügen und unter öfterem Rühren so lange rösten, bis die Masse erst breiig und dann knusprig wird.
    3. Jetzt das entrindete und dann ebenfalls kleinwürfelig geschnittene Weißbrot mitrösten, danach die gut abgetropften Shrimps einrühren und die Masse etwas überkühlen lassen. Gewürzt wird mit der Schale und dem Saft einer halben Zitrone, sowie der fein geschnittenen Chili und den frischen Korianderblättern.
    4. Diese Masse in die Tintenfischtuben füllen und mit kleinen Spießchen verschließen. Mit etwas Zitronensaft und Olivenöl bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen. Gegrillt werden die gefüllten Tuben nur so lange von allen Seiten, bis sie gut Farbe genommen haben. Als Beilage passen frische Sommersalate und Weißbrot.