Weidegans

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    Eine Weidegans unterscheidet sich von der Mastgans unter anderem auch dadurch, dass sie beim Braten deutlich weniger Fett verliert – aber immer noch eine ganze Menge. Also kommt für uns eigentlich nur eine Grillmethode in Frage, bei der unter dem großen Vogel eine große Schale Platz findet, um dieses Fett aufzufangen.

    Zutaten

    Anleitungen

    1. Gans säubern, Fett und Rückenblut entfernen, auswaschen und mit Küchenkrepp gut abtrocknen. Den Hals und die Flügel bis zum ersten Gelenk entfernen.
    2. Die Haut der Gans kann man schon am Vortag fest mit Salz einreiben und so im Kühlschrank über eine Nacht (oder auch zwei) in einem Beutel „pökeln“. Die Gans verliert dabei etwas Wasser, das man abgießt, und vor dem Grillen wird sie dann außen noch einmal gesalzen.
    3. Innen auch, aber dort kommt auch noch der Orangen- und Zitronenabrieb sowie frisch gemahlener Pfeffer dazu. In die Bauchhöhle stecken wir dann noch zwei der Rosmarinzweige. Die Bauch- und die Halsöffnung werden schließlich einfach mit Rouladennadeln verschlossen.
    4. Das vielfache Pieksen der Gänsehaut mit einer Nadel ist jetzt durchaus anzuraten, denn dann kann sich das Fett anschließend viel besser ausbraten.
    5. Dann kommen ganze, geputzte Karotten (oder auch anderes Wurzelwerk) sowie die geschälte und geviertelte Zwiebel und Knoblauchzehen in den Bräter, darauf die vorbereitete Gans mit der Brustseite nach oben.
    6. Mit einem Teil der Suppe aufgießen und den Bräter in den auf 100°C vorgeheizten Grill stellen. Wichtig ist, dass der Bräter nicht direkt über einem heißen Brenner platziert wird, sondern indirekt – also daneben.
    7. Und hier verbringt die Gans nun geschlagene vier Stunden, während denen man lediglich bei Bedarf etwas Suppe bzw. Wasser nachgießt und das Fett immer wieder abschöpft.
    8. Dann den Grill auf etwa 160°-180°C am Deckelthermometer einstellen und die Gans knusprig braten, dabei immer wieder mit etwas eigenem Fett begießen. Auch das kann noch gut zwei Stunden dauern.
    9. Gegen Ende der Garzeit werden noch einmal frische Rosmarinzweige in die Bauchhöhle gesteckt und die Gans auf den Rost umgebettet, damit man sich um den Bratensaft kümmern kann. Dafür wird dieser grob entfettet und dann in einer Kasserolle reduziert.

    Rezept Hinweise

    Wer es sämig mag, kann vorher in diesem Topf einen Löffel Mehl in Ganslschmalz anrösten und dann erst mit dem Bratensaft aufgießen und gut verkochen lassen. Jetzt bei Bedarf noch einmal die Temperatur im Grill erhöhen, bis die Gans so knusprig ist, wie man das von ihr nur erwarten kann. Dieses Rezept eignet sich übrigens nicht für eine gefüllte Gans, denn dafür ist die Gartemperatur zu gering!