Steak – Kultur an der Waterkant

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Hamburg verbindet man kulinarisch nicht zu Unrecht mit den berühmten „Hamburgern“. Tatsächlich stammt die Zubereitung der Burger aus der Hafenstadt an der Waterkant, wo die gebratenen Fleisch-Pattys als sogenanntes „Hamburger-Fleisch“ zwischen zwei Semmelhälften gebettet als gängige Hafenarbeiter-Nahrung dienten. Mit den Seeleuten gelangten sie dann über den Atlantik und wurden in den USA zu dem, was sie heute sind.

Doch heute steht Hamburg wie kaum eine zweite deutsche Stadt für hochwertige Steak-Kultur, welche hier in den unterschiedlichsten Facetten, von traditionellrustikal bis modern-hipp, genossen werden kann. Wir unternahmen einen Kurztrip in die Hansestadt und stellen drei der interessantesten Adressen für den großen Fleischgenuss vor:

Rustikaler Steakgenuss
Die Firma Delta ist ein Hamburger Gastronomie- Zulieferer, der sich vor allem auf hochwertigstes Fleisch spezialisiert hat. Aus diesem Grund ist der Standort am Hamburger Schlachthof nicht zufällig gewählt. Eigentlich war das im ersten Stock befi ndliche Delta-Bistro als Treffpunkt für Fachleute und Kunden gedacht, welche in rustikal lockerer französischer Bistro- Atmosphäre bei einem saftigen Steak ihre Geschäftsbesprechungen abhalten wollen. Heute ist das Lokal ein absoluter Insider- Treffpunkt für Fleischliebhaber, die hier aufgrund des umfangreichen Sortiments die Qual der Wahl haben. Gegrillt wird ganz traditionell über Holzkohlenglut, die Beilagen sind frei kombinierbar. Unser Tipp: „Dry Aged Entrecôte 400 g“ (ca. 33 Euro) oder „Rib Eye Steak 600 g“ (ca. 37 Euro) vom Feersisch-Rind, aber auch das „Pariser Pfeffersteak 300 g“ (ca. 27 Euro) ist ausgezeichnet. www.delta-hamburg.de

Amerikanisch-hanseatisch
„Wir wollten ein typisches amerikanisches Steakhaus mit gediegener hanseatischer Atmosphäre am offenen Kamin“, erklärt uns Inhaber Sascha Wieschendahl sein gelungenes Konzept. Im Butcher’s werden die zahlreichen unterschiedlichen Cuts vom U.S. Prime Beef auf einem Servierbrett vor dem Gast am Tisch präsentiert und bei Bedarf auch erklärt. Gegart wird auf einem elektrischen Grill mit absolut überzeugendem Ergebnis, denn unser bevorzugter Garpunkt (rare – what else?!) wurde perfekt getroffen. Besonders empfehlenswert ist die Hausspezialität „Butcher’s Bone-in Rib Eye for two“ (135 Euro), ein grandios aromatisch- saftiges Fleischstück vom Feinsten mit rund 1,5 kg Gewicht – es ist für zwei gedacht, doch welcher Fleisch-Afi cionado teilt schon gerne?
www.butchers-steakhouse.de

[M]eatery
Wer das elegante Design-Hotel SIDE betritt, wird bereits in der Halle mit dem konfrontiert, worauf die Küche stolz ist, denn hinter einer Glaswand reifen die mächtigen Rinderrücken im Dry-Aging-Verfahren zur Perfektion. Küchenchef Hendrik Maas erklärt, dass man hier nach New Yorker Vorbild nicht nur auf bestes Dry Aged Beef (Argentinien, U.S. Prime Beef, aber auch Weiderind wie Simmentaler Rind, Fleckvieh oder versuchsweise von anderen Rassen wie Pinzgauer) setzt, sondern auch auf die dort üblichen Garmethoden. Deshalb wurde ein echter Southbend Griller angeschafft, der mit rund 850 Grad Oberhitze das Fleisch in Sekunden gart: außen kross, innen roh – so wie es die Amerikaner lieben. Auch hier ist das beste Stück das perfekt gereifte und wunderbar mit Fett durchzogene „Bone-in Rib Eye 600 g“ (49 Euro), zu dem die gefühlt besten Pommes frites (selbstverständlich hausgemacht!) im Umkreis von 100 km serviert werden. Ach ja… bekannt ist die [M]eatery außerdem für köstliche „(Ham-)Burger mit Serrano“, womit sich der Kreis schließt. www.hamburg.meatery.de