Weber macht Kohle

Wenn Weber aus seinen neuen Holzkohlebriketts in der Kommunikation einen „Big Bang“ macht, dann hat das gute Gründe. Denn zum einen können die nagelneuen Briketts so richtig was. Und zum anderen sind sie jetzt tatsächlich aus eigener Produktion.

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Webers Long Lasting Briketts setzten schon bisher die Benchmarks am Grillbrikettsmarkt. Und doch war für den Premiumanbieter da immer noch Luft nach oben, denn die Zulieferer machten den Marktführer auch hier zur Nummer 1, aber doch nicht restlos glücklich. Also schrieb man eine Wunschliste an die Kohlebranche: Bruchfest und staubarm sollten die idealen Grillbriketts sein, immer trocken, schnell zu entzünden, aber auch langlebig in der Glut, umweltfreundlich – und vor allem aus natürlichen Rohstoffen und nachhaltig produziert. Was letztendlich dazu führte, dass man sich an den Gedanken gewöhnte, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.
„Die Eigenproduktion ist auch deswegen nötig geworden, um Kohlebriketts mit unseren sämtlichen Qualitätsansprüchen um einen guten Preis anbieten zu können!“, bringt es Weber Österreich Geschäftsführer Christian Hubinger auf den Punkt. Also investierte man beherzt in die beste Technologie, die man bekommen konnte, derzeit pressen ein eigenes nagelneues Werk in Polen sowie zwei weitere in Frankreich die famosen Premium-Briketts. Und in den nächsten Jahren sollen vier bis fünf weitere Standorte folgen. Alle produzieren zu 100% auf Basis nachwachsender Rohstoffe aus Europa, CO2-neutral.

Unterschätzter Riese. Auch wenn unsereiner die Kohle immer als wichtigste Nebensache des Grillens dünkt, ist sie kommerziell eigentlich eine Hauptsache. Denn wenn schon mit Grillgeräten in Europa bereits ein Jahresumsatz von über einer Milliarde Umsatz gemacht wird, sind es bei der Grillkohle noch einige Milliönchen mehr. Wenn also Weber bereits heute etwa 16% seines Geschäftes damit macht, so könnte dieser Anteil mit der neuen Brikettgeneration kräftig steigen. Denn etwa drei Viertel der österreichischen Grillfans grillen immer noch vorzugsweise mit Kohle und rund 64% davon verwenden (auch) gerne Briketts.

Wasserdicht. Wichtigstes Thema für gute Briketts ist ihr Feuchtigkeitsgehalt. Werden sie falsch gelagert – und dafür müssen sie nicht einmal im Regen stehen –, ziehen sie Wasser an wie die Motten das Licht. Und das merkt man ihnen oft erst an, wenns im Grill nicht klappen will. Abhilfe schafft hier nur eine tatsächlich wasserdichte Verpackung, die sogar Niederschlag wiedersteht, wie sie jetzt die neuen Weber Briketts in drei verschiedenen Größen von 2 bis 8 kg umhüllt. Übrigens: Ist dieser Sack schon einmal offen gewesen und wieder verschlossen worden, sollte man ihn besser nur an der Seite hochheben, damit der praktische Zipp-Verschluss sich nicht unabsichtlich öffnet.

Hochdruck. Die extragroße Oberfläche der Briketts sowie die eingepressten Luftkanäle sorgen für optimale Hitzeverteilung und Luftzirkulation, die hohe Dichte für lange Grilldauer. Denn die neue Weber Kohle wird mit 50 Tonnen Druck gepresst, das schafft sonst keiner. Diese Briketts erreichen dann auch bereits spätestens nach 20 Minuten die optimale Grilltemperatur, was gegenüber den bisherigen fast einer Halbierung der Wartezeit entspricht. Sie produzieren daher aber auch erstaunlich wenig Asche. Das ist weniger die Lösung eines Entsorgungsproblems (denn immerhin kann ihre Asche auch als Pflanzendünger dienen), sondern auch grilltechnisch sehr von Vorteil. Die Glut normaler Briketts, die in der Regel an der Außenseite eine dicke Ascheschicht entwickeln, neigt nämlich bei widrigen Wetterbedingungen oder Bedienungsfehlern gerne dazu, durch diese Asche abgestickt zu werden. Die neuen Weber Briketts hingegen sind derart verpresst, dass sich die verglühte Außenschicht wie eine Zwiebelschale löst und wieder Luft an die Glut lässt. Diese ist übrigens sowieso kaum umzubringen. Auch drei Stunden nach dem (absichtlichen) Absticken durch die Sperre der Luftzufuhr konnte sie ganz leicht und flott wieder hochgefahren werden!